A
Abfindung / Abfindungsguthaben
Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z.B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) durch die Gesellschaft zu zahlender Geldbetrag.
Abgeltungsteuer
Ab 1.1.2009 geltendes Besteuerungssystem für Kapitalanlagen. Danach werden vom jeweiligen Kreditinsitut pauschal 25 % (zzgl. Kirchensteuer & Solidaritätszuschlag) Steuer auf alle Erträge aus Zinsen, Dividenden & Kursgewinnen direkt an das Finanzamt zur Abgeltung dieser Steuerpflicht abgeführt. Positiv kann sich diese Besteuerung für Zinserträge auswirken, die bislang mit dem persönlichen Steuersatz (bis zu 45 %) zu versteuern waren. Negative Auswirkungen gibt es etwa für Kursgewinne (vorher: nach 1 Jahr Haltedauer steuerfrei). Zugleich wurden auch die Freibeträge geeändert (neu: 801 € /1602 €).
Allgefahrendeckung
Versicherungsdeckung für alle Gefahren / Risiken, sofern diese nicht ausdrücklich ausgeschlossen sind.
Alternative Investments
Alternative Investments sind Anteile an Investmentfonds mit besonderen Risiken (Hedgefonds) und Zertifikate auf Hedgefonds sowie indirekte Anlagen in Private Equity als Fonds oder Zertifikate.
Amber Light
Warnsignal, das auf Probleme in (potenziellen) Beteiligungsunternehmen hinweist ("Red Flag").
Ankaufsrecht
Recht, einen Gegenstand innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis und unter bestimmten Bedingungen zu erwerben. Das Ankaufsrecht ist - im Gegensatz zum Vorkaufsrecht - gesetzlich nicht geregelt. Kann durch Vormerkung im Grundbuch eingetragen werden.
Anlageerfolg
Ertrag p.a. oder auf die Gesamtlaufzeit, meist als Rendite bezeichnet. Der Anlageerfolg lässt sich nach dem erzielten Vermögenszuwachs bemessen. Siehe auch Rendite.
Anlagenversicherung
Transportversicherung für Großprojekte im Anlagenbau, wie z. B. vollständige Fabriken, Seehafenanlagen, Flughäfen, Kraftwerke .
Anlagestrategie
Zielgerichtete Vermögensplanung unter Berücksichtigung aktueller wirtschaftlicher und politischer Faktoren. In die Anlagestrategie fließen z.B. die Konjunktursituation, aktuelle Börsentrends oder die Zinsentwicklung mit ein.
Anlaufkosten
Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen, wie zum Beispiel für Rechtsberatung, steuerliche Beratung, Notarkosten und andere Gebühren.
Anleger
Beteiligt sich durch den Beitritt in Höhe seiner Einlage an einer Kommanditgesellschaft und wird somit zum Mitunternehmer dieser Gesellschaft. Seine Haftung ist auf die Höhe der übernommenen Einlage begrenzt.
Annuität
Gleichbleibende Leistungsrate für ein Darlehen, bei dem im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil in Höhe der ersparten Zinsen zunimmt, während der Zinsanteil innerhalb der Annuität abnimmt, da die anfallenden Zinsen nach der jeweils reduzierten Restschuld berechnet werden.
Annuitätendarlehen
Darlehen, bei denen die geschuldete Kreditsumme in gleichmäßigen Ratenzahlungen (der Annuität) meist monatlich getilgt wird (Gegenteil: Festkredit).
Anrechnungsmethode
Bei der Anrechnungsmethode berechnet der Wohnsitzstaat seine Steuer nach dem Welteinkommen des Steuerpflichtigen, also inkl. des Auslandseinkommens. Die im Ausland gezahlte Steuer wird grundsätzlich im Inland zur Anrechnung zugelassen. Allerdings beschränkt der Wohnsitzstaat die Anrechnung der Auslandssteuer auf den Teil seiner eigenen Steuer, der auf das Auslandseinkommen entfallen würde (Begrenzung der Anrechnung durch Anrechnungshöchstbetrag; § 34 c Abs. 1 S.2 EStG.).
Anschlussfinanzierung
Nach Ablauf einer bestehenden Finanzierung sich anschließende Finanzierung.
Anschlussvermietungskosten
Umbau- und Renovierungskosten sowie Maklerprovisionen und sonstige Kosten, die nach Auslaufen eines Mietvertrages für die Anschluss- und Neuvermietung anfallen.
AnSVG
Anlegerschutzverbesserungsgesetz.
Anteilsfinanzierung
Möglichkeit für Anleger zur Finanzierung des Eigenkapitalanteils durch Fremdkapital, welche i.d.R. auf die Bonität des Zeichners abgestellt ist.
Arbitrage
Schiedsgerichtliche Beilegung von Rechtsstreitigkeiten aus Handelsgeschäften unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges.
Asset
Unternehmen (auch: Kapital, Aktivposten, Gewinn). Vermögensgegenstand, der laufende Zahlungszuflüsse generiert.
Asset Deal
Unterart des Unternehmenskaufs. Der Kauf des Unternehmens vollzieht sich dabei durch den Erwerb sämtlicher Wirtschaftsgüter (engl. Assets) des Unternehmens. Hierbei werden die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens, also Grundstücke, Gebäude, Maschinen etc. einzeln, d.h. im Rahmen der Singularsukzession und Verbindlichkeiten einzeln übertragen. Gegensatz: "Share Deal".
Asset Management
Finanzmanagement des Kapitals und Einkommensflusses der Immobilien, inklusive Überwachung und Steuerung der Leistungen der Objektverwalter, die eine wertsteigernde und objekterhaltende Auswirkung haben.
Asset Sales Deal
Übernahmetransaktion, bei der ein Großteil des Kaufpreises durch Aktivaverkäufe der übernommenen Gesellschaft realisiert wird.
Asset Stripping
Zerschlagung eines übernommenen Unternehmens durch Verkauf von Teilbereichen oder Vermögensgegenständen.
Auflassung
Ist die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundsstück erforderliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers (§ 925 BGB) Auflassungsvormerkung Zur Sicherung von schuldrechtlichen Ansprüchen auf im Grundbuch eingetragene Rechtsänderungen kann im Grundbuch eine Vormerkung eingetragen werden.
Aufwendungsersatz
Rechtsanspruch des Beauftragten gegenüber dem Auftraggeber auf Ersatz der Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten durfte (§ 670 BGB). Im Rahmen eines Versicherungsvertrages Anspruch des Versicherungsnehmers auf Ersatz seiner Aufwendungen für die Erfüllung seiner z. B. Rettungspflicht zur Abwendung oder Minderung des Schadens.
Ausflaggung
Eintragung eines Schiffs in das Schiffsregister eines anderen Staates, um Betriebskosten wie Personalkosten und Steuern zu reduzieren.
Ausgabepreis
Preis, den ein Anleger beim Kauf seiner Fondsanteile zahlt. Entspricht dem Rücknahmepreis plus Ausgabeaufschlag.
Ausschüttung
Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Ausschüttungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.
Auszahlungskurs
Prozentsatz des Darlehensbetrages, der nach Abzug des vereinbarten Disagios (Damnums) verbleibt.
Außenanlagen
Gartenanlagen, Wege, ggf. Außenstellplätze etc.
Außenbereich
Der Außenbereich umfasst die Gebiete außerhalb des räumlichen Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes und außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile.
Aval, Bankaval
Zusicherung eines Dritten, für eine Forderung bei Fälligkeit einzustehen (Bankaval). Die Zahlung der Wechselsumme, die dem Bezogenen obliegt, kann ganz oder teilweise durch Wechselbürgschaft (Aval) gesichert werden, indem der Bürge seine Unterschrift allein oder mit einer entsprechenden Erklärung auf den Wechsel setzt.
Avalgebühr
Gebühr der Kreditinstitute für die Übernahme einer Bankbürgschaft.
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