B
b.a.w.-Konditionen
Konditionen, die nur "bis auf weiteres" gegeben werden. (Gleitzinsdarlehen)
Backbord
Linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung, rote Kennung (Gegenteil: Steuerbord)
BAFin
Abkürzung für Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Nachfolgebehörde der Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Sitz in Frankfurt / Main und Bonn; untersteht dem Bundesfinanzministerium.
Bankgarantie
Einseitiger Vertrag zwischen einer Bank als Garantin und einem Begünstigten als Garantienehmer, in welchem sich die Bank gegenüber dem Begünstigten verpflichtet, ihm eine Zahlung in bestimmter Höhe zu leisten, falls ein Dritter eine Leistung nicht erbringt oder sich ein sonstiges Ereignis (nicht) verwirklicht.
Baisse-Klausel
Bestimmung im Frachtvertrag, wonach ein Nachlass in anderen Frachtraten auch für den vorliegenden Frachtvertrag Gültigkeit hat.
Ballasttanks
Zur Stabilisierung ist jedes Schiff mit Ballasttanks ausgestattet, um je nach Beladung die gewichtsmäßige Belastung auszugleichen.
Barausschüttung
Sonderform der Auschüttung, d.h. des Geldbetrages, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Ausschüttungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.
Bareboat-Charter
Es wird lediglich der Schiffskörper ohne Besatzung und Ausrüstung gechartert (engl. bare = nackt, bloß).
Bareinlage
Dieser Teil der Fondsbeteiligung ist vom Anleger bar, eventuell in Raten, zu erbringen. Bareinlage zuzüglich eventueller Anteilsfinanzierung.
Barrel
Maßeinheit für ein Fass Rohöl, wird auch als Öl-Barrel (158,97 Liter) bezeichnet. Das Hohlmaß wird unterschieden in amerikanisches Barrel (entspricht 119,2 Liter) und englisches Barrel (entspricht 163,656 Liter).
Barreserve
Auch: Liquidität oder Cash-Position. Fondsmanager können einen Teil des Fondsvermögens in Termingeld anlegen, um auf Marktbewegungen reagieren zu können.
Basel I
Regelungen des Basler Ausschusses zur ersten Basler Eigenkapitalvereinbarung (1988). Anlass war die Besorgnis der Zentralbankpräsidenten der G10-Länder über gefährlich niedriges Eigenkapital der weltweit wichtigsten Banken (Insolvenzrisiko bei Anleger). Inhalt: Kreditvergabepraxis der Banken wird limitiert; Sicherung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung und Schaffung internationaler Wettbewerbsbedingungen für Kreditvergabe und Kredithandel.
Basel II
Gesamtheit der Eigenkapitalvorschriften des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht der letzten Jahre. Seit 1.1.2007 in der EU verbindlich. Neu gegenüber Basel I: die staatlich verlangten regulatorischen Eigenkapitalanforderungen sind stärker am tatsächlichen Risiko ausgerichtet, um diese den von Instituten intern ermittelten Eigenkapitalbedarf anzunähern.
Bauaufsicht
Von dem Vertragsreeder beauftragtes Fachpersonal, das die technisch einwandfreie, korrekte und termingerechte Ausführung des Schiffsbaus auf der Werft überwacht.
Baugenehmigung
Sie ist das nach der jeweiligen Bauordnung der einzelnen Bundesländer vorgeschriebene förmliche Verfahren für die Genehmigung einer Baumaßnahme (Bauschein), ohne die mit der Durchführung nicht begonnen werden darf.
Bauherrenerlass
Verwaltungserlass zur steuerlichen Regelung von Bauherrenmodellen und Immobilienfonds
Baukosten
Baukosten setzen sich aus reinen Baukosten und Baunebenkosten zusammen. Baunebenkosten betragen erfahrungsgemäß rd. 20% der Baukosten. Die reinen Baukosten unterteilt man in Rohbau- und Ausbaukosten, wobei beide Positionen rund 50% der reinen Baukosten ausmachen. (detaillierte Systematik in DIN 276 /Kostenermittlung für Architekten).
Bauleistungen
Alle in der Roh- und Ausbauphase erbrachten Arbeiten von Bauunternehmern, Handwerkern (einschließlich Baustoffe)
Baumassenzahl
Gibt an, wie viel m³ (cbm) Baumasse je m² Grundstücksfläche zulässig sind.
Baunutzungsverordnung
Verordnung über die bauliche Nutzung der Grundstücke
Beauty Contest
Entweder die Umwerbung eines Unternehmens, das den Gang an die Börse plant, durch Banken, die es als Konsortialpartner begleiten wollen. Oder - umgekehrt - die Umwerbung von Banken durch das Unternehmen, um diese als Konsortialführer zu gewinnen.
Bebauungsplan
Der Bebauungsplan enthält die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung. Er ist aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln, kann jedoch bei zwingenden Gründen vor diesem aufgestellt werden.
Befrachter
siehe Charterer
Befrachtungs- und Adresskommission
Vergütung für die Vermittlung der Charter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Charterrate. Meistens wird darüber hinaus eine Adresskommission von der Reederei an den Charterer bzw. dessen Makler gezahlt.
Beirat
Fakultatives (gesetzlich nicht vorgeschriebenes) Organ einer Gesellschaft, häufig mit Beratungs- und Überwachungsaufgaben, meistens ohne das Recht zur Erteilung von Weisungen an die Geschäftsführung.
Beitritt
Der Anleger tritt der Beteiligungsgesellschaft mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag durch Unterzeichnung bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt wirksam.
Beitrittserklärung
Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist.
Beleihungsgrenze
Jede Immobilie kann nur bis zur Beleihungsgrenze beliehen werden, diese beträgt in der Regel ca. 60 bis 80 % des Beleihungswertes einer Immobilie.
Beleihungsobjekt
Bezeichnung für Häuser, Wohnungen oder Grundstücke, die als Sicherheit für eine Finanzierung dienen.
Beleihungsquote
Verhältnis zwischen dem Gesamtbetrag der Fremdfinanzierung und dem Wert des Immobilienobjektes.
Beleihungswert
Dient der Ermittlung der Beleihungsgrenze sowie der längerfristigen Risikobeurteilung durch die Bank und ist somit Bestandteil der Kreditentscheidung. Der Beleihungswert einer Immobilie entspricht deren Verkehrswert abzüglich eines Sicherheitsabschlages.
Benchmark (auch "Milestone")
Herausragende Punkte in der Fonds- oder Unternehmensentwicklung
Bereederung
Beinhaltet den Einsatz des Personals an Bord, die Ausrüstung mit Proviant und Treibstoff sowie die Bestimmung des Einsatzgebietes des Schiffes.
Bereederungsvertrag
Wird zwischen der Beteiligungsgesellschaft und dem von ihr beauftragten Bereederer (siehe Vertragsreeder) geschlossen und beinhaltet den Umfang der vom Bereederer zu erbringenden Dienstleistungen sowie die Vergütung hierfür.
Bereitstellungszinsen
Zinsen bei der Kreditgewährung, die für die Bereitstellung noch nicht abgerufener Darlehensbeträge berechnet werden. Diese sind nicht im Effektivzins enthalten.
Best Case (-Szenarium)
Zeigt auf, wie die Entwicklung nach einer strategischen Entscheidung bei idealen Umständen vor sich gehen würde, welche Schritte notwendig würden und wie hoch die Rendite in diesem Falle wäre.
Beteiligungsgesellschaft
Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG
Beteiligungsprospekt
Erklärende verbindliche Broschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen der offerierten Beteiligung
Beteiligungsregister
Auflistung aller Kommanditisten eines Fonds beim Treuhandkommanditist und/oder beim Handelsregister. Daneben führt auch die Fondsgesellschaft ein Gesamtverzeichnis aller Anteilseigner.
Betriebsergebnis
Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen z.B. den Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.
Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens / Schiffs anfallen (Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten).
Bewirtschaftungsergebnis
Das Bewirtschaftungsergebnis beschreibt die Höhe der erwirtschafteten Überschüsse der Einnahmen (Miete, Guthabenzinsen) über die Ausgaben (Fondskosten, Objektverwaltung, FK-Zinsen, nicht umlegbare Betriebsaufwendungen).
Binnencontainer
Im kombinierten Verkehr Schiene / Straße verwendeter Container, der den Maßgaben des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) entspricht.
Binnenschiff
Größeres Wasserfahrzeug, das bestimmungsgemäß vorwiegend auf Flüssen, Kanälen und Binnenseen eingesetzt wird.
Blind Pool
Beteiligung an einem Unternehmen, bei der das Anlageobjekt und die Investitionssumme zum Investitionszeitpunkt noch nicht festgelegt sind.
Blue Chips
Bezeichnung für umsatzstarke Aktien von Aktiengesellschaften mit hohem Börsenwert; internationale Börsenstandardwerte höchster Qualität.
Bodenwert
Der Bodenwert ist der Wert des Grundstückes. Er wird aus den Verkaufserlösen von vergleichbaren unbebauten Grundstücken ermittelt.
Bond (= verzinsliche Wertpapiere)
Wertpapiere zur langfristigen Kreditfinanzierung (z.B. Schuldverschreibung, Anleihe, Pfandbrief, Rentenpapier, Obligation, international auch: Bond oder Debenture für unbesicherte Forderungen).
Bonität
Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen und Unternehmen, dient als Basis für deren Kreditwürdigkeit.
Bonus-/Malusregel
Vereinbarung, bei der abhängig von der Zielerreichung des Unternehmens Eigenkapitalanteile zu Vorzugskonditionen vom Verkäufer (Bonus) oder Käufer (Malus) erworben werden können.
Bookbuilding
Preisfindung für neue Aktien, ergibt sich im Vorfeld entsprechend der Nachfrage / Zeichnungswünsche potenzieller Anleger.
BörsG
Börsengesetz. Gesetz zur Regelung des geschäftlichen Verkehrs an der Börse. Das Börsengesetz gilt nur für die Börsen, die als nicht-rechtsfähige, öffentlich-rechtliche Anstalten eingerichtet wurden, und sowohl für Wertpapier als auch Warenbörsen. Aufgrund dessen hat das Börsengesetz eher verwaltungsrechtlich als handelsrechtlichen Charakter.
brain dead
Ausschalten von Ermessen im Rahmen der unternehmerischen Entscheidungsfindung. Das resultierende Denkverbot wird vertraglich festgeschrieben.
Break-even Point
Zeitpunkt, zu dem ein Unternehmen aufhört, Verluste einzufahren und stattdessen Gewinn macht.
Bridge-Finanzierung
Finanzielle Mittel, die einem Unternehmen zur Vorbereitung des Börsengangs (Zulassungskriterium) vor allem mit dem Ziel der Verbesserung der Eigenkapitalquote zur Verfügung gestellt werden.
Bruchteilseigentum
Das Eigentum an einem Grundstück kann mehreren Personen gemeinsam gehören. Jedem Eigentümer gehört dabei nicht ein bestimmter realer Anteil des Grundstückes, sondern ein ideeller Anteil des gesamten gemeinsamen Grundstückes.
Bruttocharterrate
Festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes in der Regel in US-Dollar oder Euro pro Tag oder pro Monat.
Bruttoregistertonne (BRT)
Gesamtinhalt des seefest abgeschlossenen Innenraums eines Schiffes (Bruttoraumgehalt). Nach dem Schiffsvermessungsabkommen von 1994 wird die BRT durch die Bruttoraumzahl (BRZ) ersetzt.
Bruttoraumzahl (BRZ)
Maß, welches den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.
Buchgrundschuld
Grundschuld, die nur im Grundbuch eingetragen wird und bei der die Ausstellung eines Grundschuldbriefes ausgeschlossen wurde. (übliche Form der Grundschuldbestellung)
Buchwert
Zum Jahresende in den Geschäftsbüchern des Fonds ausgewiesener Wert eines Wirtschaftsgutes
Bugstrahlruder
Propeller in einem Unterwassertunnel im Vorderteil (Bug) des Schiffes. Ermöglicht Querbewegung oder Drehen des Schiffes und unterstützt Manöver in engen Revieren, z. B. Häfen.
Bulker (Bulkcarrier, Bulker)
Frachtschiff zur Beförderung von losen Massengütern / trockenem Schüttgut (engl. bulk = Masse), wie zum Beispiel Kohle, Erz und Getreide. Auch Massengutschiff, Schüttgutschiff oder Schüttgutfrachter genannt. Es wird unterschieden in Universal-Bulkcarrier (für Schüttgüter aller Art), Spezial-Bulkcarrier (für ein bestimmtes Schüttgut) sowie kombinierte Bulkcarrier (z.B. zum Transport von Erz und Öl).
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Zu den Aufgaben des Bundesministerium der Finanzen zählen die Bereiche Zölle und Steuern sowie die nationale, internationale und EU Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik.
Burn Rate
Geschwindigkeit, mit der ein Unternehmen Investitionskapital verbraucht.
Business Angel
Im Idealtyp ein erfolgreicher Unternehmer, der eine Firma aufgebaut und verkauft hat und jetzt mit Geld und Erfahrung beim Aufbau eines neuen Unternehmens zur Seite steht.
Business Plan
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Unternehmensidee, das Marktpotenzial, die Unternehmensstrategie, das Management, der Kapitalbedarf sowie die Finanzplanungen der nächsten Jahre aufgeführt sind.
Heidelberg
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