Schlatter
Bankrecht und Kapitalmarktrecht

E

 

Early Stage
Seed- und Start-up-Finanzierungphase eines Unternehmens.

EASDAQ
European Association of Securities Dealers Automated Quotation. Eine pan-europäische Börse speziell für junge und schnell wachsende Firmen mit internationaler Ausrichtung.

EBIT (Earnings Before Interests and Taxes)
Einkommen einer Firma vor Zinsen und Steuern

Edelmetallzertifikate
Edelmetallzertifikate sind Schuldverschreibungen, deren Rückzahlungsbetrag von der Wertentwicklung von Edelmetallen abhängt

Effekten
Wertrechte und Papiere, die im Sinne des § 91 BGB marktmäßig gehandelt werden und als Kapitalanlage dienen (z.B. Schuldbuchforderungen, Wertrechte, Optionen, Futures, Swaps, Caps), vgl. Finanzkommissionsgeschäft.

Effektengiroverkehr
Stückeloser Handel ohne Bewegung von Papier nach Regeln des Girovertragsrechts. Unterschied: bei Effektengiroverkehr nicht nur obligatorische Rechte, sondern dingliche Rechtsübertragung.

effektiver Jahreszins
Relation (Prozentsatz) zwischen ausgekehrtem Kredit und Gesamtbelastung pro Jahr. Pflichtangabe gem. § 6 PAngV.

Effektivzins
Nach der Preisgabenverordnung (PAngV) muss bei Krediten als Preis die Gesamtbelastung pro Jahr in Prozent angegeben werden. Bei Krediten, deren Konditionen für die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben sind, heißt dieser Preis "effektiver Jahreszins". Wenn jedoch eine Änderung des Zinssatzes oder anderer preisbestimmter Faktoren während der Laufzeit vorbehalten ist, wird er als anfänglicher effektiver Jahreszins" bezeichnet.

Eigenkapital
Dem Unternehmen von seinen Eigentümern, im Gegensatz zum Fremdkapital, ohne zeitliche Beschränkung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestelltes Kapital.

Eigentümergemeinschaft
Diese Gemeinschaft ist gesetzlich bestimmt und nicht auflösbar. Ein bestellter Verwalter übernimmt die Vertretung der Gemeinschaft. In der Eigentümerversammlung werden Entscheidungen durch Beschluss von der Eigentümergemeinschaft getroffen.

Einheitswert
Früher: steuerlicher Wert zur Bewertung von Immobilienvermögen; heute: noch gültig für die Grundsteuer.

Einkaufsfaktor
Faktor, mit dem der Barüberschuss vor Kapitaldienst bzw. die Nettojahresmiete multipliziert wird, um einen Verkaufswert zu erreichen, der Reziprokwert ergibt die Objektrendite.

Einkommen, sonstiges zu versteuerndes
Bildet grundsätzlich die Bemessungsgrundlage, auf die der Einkommensteuertarif angewendet wird, also die Summe der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben (wie z.B. Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge (wie z.B. Kinderfreibeträge).

Einkommenssteuer
Von Arbeitnehmern, Selbständigen, Gewerbetreibenden abzuführen. Die Lohnsteuer, die in der Regel monatlich abgeführt wird, ist nur Vorauszahlung auf die festzusetzende Einkommenssteuer.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Eine der sieben Einkunftsarten (§ 2 EStG). Ermittelt als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten.

Eintragung in das Handelsregister
In der Regel ist die Treuhandgesellschaft treuhänderisch als Kommanditistin für den Anleger im Handelsregister eingetragen. Gelegentlich ist es für den Anleger jedoch vorteilhaft, direkt im Handelsregister eingetragen zu sein, da bei bestimmten steuerlichen Konstellationen ansonsten die Ausschüttungen zu versteuern wären. Sollte dies bei HCI-Beteiligungen der Fall sein, werden die Anleger entsprechend informiert.

Embargo
Verbot der Ausfuhr von bestimmten Gütern in bestimmte Länder aus nationalen Sicherheitsgründen oder völkerrechtlichen Verpflichtungen.

Emission
(Erst-) Ausgabe von Wertpapieren durch (1) Ausstellung, (2) Übernahme und (3) Platzierung der Effekten.

Emissionshaus
Bank, Kreditinstitut oder Privatgesellschaft, die im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Ausgabe von Kommanditanteilen übernimmt.

Endfinanzierung
Langfristiger Kredit, dessen Ausreichung häufig von bestimmten Voraussetzungen (z.B. Einragung von Grundpfandrechten im Grundbuch zu Gunsten des Kreditgebers) abhängt.

Entrepreneur
Unternehmer

Erbbaurecht
Ein zeitlich begrenztes veräußerliches und vererbliches Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten und zu nutzen.

Erbschaft- und Schenkungsteuer
Der anteilige Wert des Betriebsvermögens der Gesellschaft bildet bei jedem Gesellschafter die Grundlage für etwaige erbschaft- und schenkungsteuerliche Feststellungen. Basis der Bewertung sind die Buchwerte der Gesellschaft. Betriebsvermögen wird unabhängig vom Verwandtschaftsgrad im Ergebnis stets nach dem günstigen Tarif der Steuerklasse I versteuert. Voraussetzung für die Vergünstigungen ist jedoch, dass die Beteiligung oder die Gesellschaft nicht innerhalb von 5 Jahren nach dem Erwerb aufgegeben wird.

Erschließung
Alle baulichen Maßnahmen, die der Herstellung der Verkehrswege (Fußwege, Anliegerstraßen), der Versorgungsleitungen (Strom, Trinkwasser, Gas, Wärme), der Abwasserbeseitigung (Kanalisation), der Beleuchtung und der Grünanlagen dienen.

Ertragswert
Wert einer Kapitalanlage, der aufgrund einer an den gegenwärtigen oder zukünftigen Erträgen (Renditen/Zinsen/Mieten) ermittelt wird.

Ertragswertverfahren
Form einer Wertermittlung. Der Ertrag ist hierbei zugrunde zu legen, den das Grundstück nachhaltig gewähren kann. Vom ermittelten Jahresbruttoertrag sind die Bewirtschaftungskosten (Mindestsatz 25%) abzusetzen. Der daraus errechnete Jahresreinertrag ist unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Restnutzungsdauer mit einem angemessenen Zinssatz zu kapitalisieren. Der Kapitalisierungszinssatz unter Berücksichtigung der Restnutzungsdauer beträgt mindestens 5%.

EVCA
European Venture Capital Association. Vereinigung europäischer Venture-Capital- und Beteiligungsgesellschaften. www.evca.com

Exit
Ausstieg der Investoren aus einer Beteiligung durch den Verkauf von Unternehmensanteilen. Ermöglicht Realisation des Gewinns.

Exit Kanäle
Möglichkeiten des Ausstiegs aus einem Investment: Börsengang (IPO); Trade Sale = Verkauf an ein anderes Unternehmen oder andere Investoren; Buy-back = Rückkauf durch die Altgesellschafter.

Expansion Financing
Geldmittel, die zur Finanzierung von Produktionskapazitäten, Produktdiversifikation oder Marktausweitung etc. verwendet werden, nachdem das betreffende Unternehmen bereits den Break-even Point erreicht hat oder Gewinne erwirtschaftet

Expertise
Gutachten eines Sachverständigen. Bei Schadensfällen in der Regel zur Schadensursache und zur Schadenshöhe.

Heidelberg
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