L
Ladefähigkeit
Maximales Ladegewicht, das ein Schiff aufnehmen kann.
Ladegeschirr
Bordeigene Krane, die unabhängig von vorhandenen technischen Einrichtungen in kleineren Häfen das Be- und Entladen ermöglichen.
Ladeschein
In der Transportbranche werden der Frachtbrief und der Ladeschein, welcher auch als das Konnossement bezeichnet wird, als maßgebliche Dokumente verwendet. Während der Frachtbrief vom Absender auszustellen ist, wird der Ladeschein auf Verlangen des Absenders vom Frachtführer nach Verladen der Güter ausgestellt.
Ladungsaufteilung (auch: Cargo sharing)
Eine Gesamtladung wird nach Quoten auf Reedergruppen verteilt, um ein Mindestladeaufkommen der betroffenen Schiffe zu erreichen. Zwischen Reedern wird innerhalb eines Pools aufgeteilt.
Lageplan
Bestandteil der Bauvorlage, aus dem die Lage und die Grenzen des Grundstücks und des geplanten Gebäudes ersichtlich ist.
Lagerschein
Wertpapier, das die Lagerung von Gütern ausweist. Kann als Namen-, Order- oder Inhaberpapier ausgestellt sein. Der Lagerhalter, der sich öffentlich zur Aufbewahrung von Waren anbietet, kann von der zuständigen Behörde die Bewilligung erhalten, für die bei ihm eingelagerten Güter Warenpapiere auszugeben, denen die Eigenschaft eines Wertpapiers zukommt. Als Bestätigung für die Annahme von Gütern zur Einlagerung werden meistens Lagerempfangsscheine herausgegeben, welche bloßen Beweismittel-, nicht aber Wertpapiercharakter aufweisen.
Later Stage Financing
Finanzierung nach der ersten Vermarktungsphase des Produkts
Lastschrift
Die Lastschrift ist ein Instrument des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Bei der Ausführung einer Lastschrift erteilt der Zahlungsempfänger seiner Bank den Auftrag, vom Konto des Zahlungspflichtigen bei dessen Bank (Zahlstelle) einen bestimmten Geldbetrag abzubuchen und seinem Konto gutzuschreiben.
LBO (Leveraged Buy-out)
Großteils mit Fremdkapital finanzierter Unternehmenskauf
Lead Investor
Führer einer Gruppe von Investoren bei Co-Investments (Syndizierten Investments). Er übernimmt die Betreuung des Unternehmens.
Lebenshaltungskostenindex
Vom statistischen Bundesamt ermittelte Bezugsgröße. Sie stellt die Preisentwicklung des aktuellen Jahres zu einem Basisjahr dar.
Leerstand
Unvermietete Fläche eines Gebäudes
Leerverkauf (sog. Shortseller)
Bei Leerverkäufen wetten Anleger auf sinkende Kurse eines Unternehmens, um von fallenden Börsenkursen zu profitieren. Vereinfacht heißt dies: ein Investor verkauft Aktien, die er sich geliehen hat. Fällt die Aktie wie erwartet, kann er sie später zu einem günstigeren Kurs einkaufen und zurückgeben. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis ist sein Gewinn.
Leitzins
Von der zuständigen Zentralbank festgelegter Satz zur Steuerung der Geldpolitik. Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei einer Zentral- oder Notenbank gegen Verpfändung notenbankfähiger Sicherheiten oder unter Eingehung eines Wertpapierpensionsgeschäftes Zentralbankgeld beschaffen können. Dadurch großer Einfluss auf den gesamten Refinanzierungsmarkt und die Liquidität.
Leistungsbilanz
Im Bereich der geschlossenen Fonds wird unter Leistungsbilanz die Gegenüberstellung von prospektierten und realisierten jährlichen Fondsergebnissen ausgedrückt.
Leverage-Effekt (auch Hebelwirkung)
Hebelwirkung der Finanzierungskosten des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalverzinsung. Der Leverage-Effekt tritt ein, wenn ein Anleger Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann als die Investition an Rendite erzielt. Damit kann durch die Aufnahme von Fremdkapital der Gewinn und die Eigenkapitalrentabilität solange gesteigert werden, wie der Fremdkapitalzinssatz niedriger ist als die durchschnittliche Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals. Schließlich wird durch den Einsatz zusätzlichen Fremdkapitals mehr Eigenkapital frei, das für weitere Investitionen genutzt werden kann. Bei Derivaten kann so mit geringem eigenem Kapitaleinsatz überproportional an Preisveränderungen der Basiswerte (d.h. Aktien etc) teilgenommen werden.
Lineare Abschreibung
Abschreibung mit gleichen Beträgen bezogen auf die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Wirtschaftsguts in Prozent. Gegensätzliche Methode ist die degressive Abschreibung.
Liniendienst
Schiffsverkehr nach festem Fahrplan auf einer festgelegten Route. Gegenteil: Trampschifffahrt
Liquidation
Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).
Liquidation Preference
Regelung bei einer Venture-Capital-Finanzierung, die es einer Venture-Capital-Gesellschaft ermöglicht, beim Exit das gezahlte Agio zurückzuerhalten, bevor der verbleibende Gewinn gleichmäßig auf die Gesellschafter verteilt wird. Das Agio wird in diesem Fall wie ein Darlehen behandelt.
Liquidität
Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Zahlungsmittel können mehr oder weniger liquide sein, je nach dem wie schnell über sie verfügt werden kann.
Liquiditätslinien
Kreditzusagen, nach denen Banken die Refinanzierung übernehmen müssen, wenn auf Grund von Marktstörungen eine Anschlussfinanzierung über den Geld- oder Kapitalmarkt nicht möglich ist.
Liquiditätsreserve
Hier: Geldmittelreserve der Beteiligungs- oder einer Fondsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben
Lloyd´s Register
Die größte Klassifikationsgesellschaft der Welt mit Sitz in London
LNG (Liquefied Natural Gas)
Englische Bezeichnung für verflüssigtes Erdgas. Sein Volumen reduziert sich so auf den 600ten Teil. Dadurch wird erst ein Transport von weit entfernten Erdgas-Lagerstätten wirtschaftlich.
LNG-Carrier
Engl.: Liquified Natural Gas-Carrier, Frachtschiff für den Transport von (durch Atmosphäre und Kühlung) verflüssigtem Gas
Lock-up Period
"Verschluss-Periode". Z.B. Zeitperiode nach einem Börsengang, während der den Altgesellschaftern nicht oder nur sehr begrenzt erlaubt ist, ihre in Aktien gewandelten Anteile zu verkaufen.
LoI (Letter of Intent)
Unverbindliche Absichtserklärung einer Venture-Capital-Gesellschaft, sich an einem Unternehmen zu beteiligen.
Lombardsatz
Leitzinssatz, zu dem Wertpapiere bei der Zentralbank verpfändet wurden.
Loss-of-hire
Übersetzt: Erlösausfall. In Zeitcharterverträgen wird die Unterbrechung der Zahlung des Charterentgeldes durch die Off-Hire Klausel geregelt, z.B. wenn das Schiff durch einen Maschinenschaden nicht einsatzbereit ist. Dieses Risiko wird i.d.R. versichert.
LPG (Liquefied Petroleum Gas)
Englische Bezeichnung für Flüssiggase wie z.B. Propan und Butan, die schon bei geringer Druckerhöhung oder Kühlung flüssig werden.
Lumpsum
Pauschalfracht, die reiseabhängigen Kosten wie Treibstoffe, Hafen- und Kanalgebühren noch beinhaltet.
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