Schlatter
Bankrecht und Kapitalmarktrecht

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Packing
Zusätzliches Entgelt, das Kapitalvermittler teilweise neben der Provision von der Bank für die Vermittlung eines Kredites bekommen. Führt in der Regel zu Verteuerung des Kredits.

Panmax
Bezeichnung für Schiffe, die den Panamakanal zwischen dem atlantischen und pazifischen Ozean wegen ihrer Größe "gerade noch" befahren können.

Partenreederei
Besondere Gesellschaftsform, bei der das Eigentumsrecht an dem Schiffsbestand in Parten (d.h. festen Anteilen) auf die Mit- oder Partenreeder verteilt ist. In einem Partenbrief wird die Höhe der Kapitalbeteiligung festgehalten, nach dem die Kosten- und Erlösanteile des Partenreeders ermittelt werden. Die Partenreeder haften gleich einem Komplementär unbeschränkt. Diese Gesellschaftsform wird nur noch selten gewählt.

Pay-back
Investierter Betrag plus "Capital Gain" (Gewinn), realisiert beim Exit.

Performance
Gibt den Wertzuwachs von Fonds für einen bestimmten Zeitraum an.

Personengesellschaft
Zwei Personen schließen sich zwecks gemeinsamen Betriebes einer Unternehmung zu einem Eigentümerverband (Gesellschaft) zusammen, wobei diesem persönlich und unbeschränkt, d.h. auch mit dem Privatvermögen haftende Gesellschafter angehören müssen.

Pfandbrief
Von Hypothekenbanken ausgegebene festverzinsliche Wertpapiere, die der Mittelbeschaffung (Refinanzierung) für Darlehen dienen. Pfandbriefe, die der Refinanzierung von Hypothekendarlehen dienen (Hypothekenpfandbriefe), müssen aufgrund gesetzlicher Vorschriften jederzeit in gleicher Höhe durch erststellige Hypotheken mit mind. gleichem Zinssatz gedeckt sein.

Pflichteinlage
Die Pflichteinlage entspricht dem gezeichneten Kapital (Hafteinlage).

Piston Services
Deutsch: Kolben-Dienste. Dienste mit kurzen Transportzeiten und hohen Frequenzen zwischen Schlüsselmärkten.

Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da das Erreichen des Investitionsziels gewährt ist.

Platzierungssicherheit
Garantiert dem Anleger die Schließung und Realisierung des Fonds. Wird in der Regel durch eine Eigenkapitalvorfinanzierung des Initiators realisiert.

Politisches Risiko
Dieser Begriff erfasst in der Regel folgende Risiken: Krieg, Bürgerkrieg, kriegsähnliche Ereignisse, feindliche Verwendung bzw. das Vorhandensein von Kriegswerkzeugen, Aufruhr, Streik, Aussperrung, Arbeitsunruhen, sonstige bürgerliche Unruhen, politische und terroristische Gewalthandlungen.

Pool
Zusammenschluss zum Zweck gemeinschaftlicher (gepoolter) Tätigkeit nach einem bestimmten Schlüssel.

Poolbeschäftigung
Einnahmepool: Einnahmen einer ganzen Flotte von Schiffen eines oder mehrer Reeder und der gleichen Kategorie von Schiffen werden gebündelt und anteilig auf die einzelnen Gesellschaften verteilt, um so eine Risikostreuung und Ratenverstetigung zu erreichen. Reedereiüberschusspool: Zwischen Schwesterschiffe des gleichen Reeders werden die Einnahmen sowie die Schiffsbetriebs- und Verwaltungskosten gepoolt.

Portfolio
Zusammensetzung einer Kapitalanlage. Menge aller Beteiligungen, die eine Person / Gesellschaft hält. Ziel der Portfoliomischung ist eine Streuung des Risikos auf verschiedene Branchen und Finanzierungsphasen.

Portfoliounternehmen
Eines der Unternehmen, an denen sich eine Venture-Capital-Gesellschaft beteiligt hat.

Post-Money Valuation
Wert eines Unternehmens nach einer Finanzierungsrunde

Pre-Money Valuation
Wert eines Unternehmens vor einer Finanzierungsrunde

Primärinsider
Primärinsider sind jene, die einen direkten Zugriff auf Insiderinformationen haben. Verstoßen diese gegen das Verbot des Insiderhandels, begehen sie eine Straftat. Bei Sekundärinsidern ist dies in der Regel (nur) eine Ordnungswidrigkeit.

Primärmarkt
Primärmarkt ist der Markt, an dem Wertpapiere (z.B. Aktien) zum ersten Mal durch Emission (ohne Handel der Börse) platziert werden. Im Gegensatz dazu findet am Sekundärmarkt der Handel mit Kapitalmarkttiteln nach Platzierung bei den Ersterwerbern statt. Der wichtigste Sekundärmarkt ist die Börse.

Private Equity (= Privates Beteiligungskapital)
Neuerdings häufiger Private Equity-Gesellschaften (PEG) bzw. Venture Capital-Gesellschaften (VCG) genannt. Der allgemeine Begriff für das von privaten und institutionellen Anlegern bereitgestellte Beteiligungskapital an in der Regel nicht börslich (öffentlich) gehandelten Unternehmen. Grundsätzlich können zwei Grundformen unterschieden werden: (1) Kapitalbeteiligungsgesellschaften, die vornehmlich in bereits etablierte und bestehende kleine und mittelgroße Unternehmen (in der Regel ohne Börsenzugang) investieren. (2) Sogenannten Wagnisfinanzierungsgesellschaften, die junge und innovative Geschäftsideen bzw. Unternehmen beim Start helfen und sie in der Wachstumsphase begleiten.

Private Equity Dachfonds
Investieren in mehrere geschlossene Fonds und minimieren dadurch das Risiko.

Private Equity Fonds
Geschlossene Fonds, deren Manager Anteile an Unternehmen kaufen. Die Firmen nutzen diese Geldspritze, um zu expandieren oder sich neu zu strukturieren und so einen Wertzuwachs zu generieren.

Private Placement
Platzierung einer Unternehmensbeteiligung unter wenigen Anlegern. Dadurch ergeben sich relativ hohe Zeichnungssummen und aufgrund der fehlenden Streuung auch ein erhöhtes Risiko.

Produkten-/Chemikalientanker
Tanker, die neben reinen Ölprodukten wie Benzin, Gasöl, Dieselöl auch Speiseöl, Säuren, Laugen und andere aggressive Chemikalien befördern.

Prognoserechnung
In der prognostizierten Liquiditätsrechnung werden die kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Fondsgesellschaft dargestellt, aus denen die prognostizierten Ausschüttungen der Fondsgesellschaft an die Anleger gezahlt werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liquiditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.

Progressionsvorbehalt
Die in Deutschland steuerfreien ausländischen Immobilieneinkünfte unterliegen dem Progressionsvorbehalt, d.h. das steuerliche Ergebnis aus der Beteiligung wird zur Ermittlung des Steuersatzes zum in Deutschland steuerpflichtigen Einkommen addiert und der daraus resultierende Steuersatz wird dann auf das in Deutschland steuerpflichtige Einkommen angewandt.

Projektladung
Heterogene Ladungszusammensetzung innerhalb einer Partie, wie z.B. Verladung einer zerlegten Fabrik oder einer Großanlage (Bauteile, Maschinen, Fahrzeuge, Stahlprodukte etc.).

Prokura
lat. procurare = für etwas Sorge tragen. Umschreibt eine handelsrechtliche Vollmacht mit gesetzlich festgelegtem Inhalt (Formalvollmacht)- Prokura muss ausdrücklich und persönlich erteilt werden und ermächtigt nach deutschem Handelsrecht (§ 49 Abs. 1 HGB) „zu allen Arten von gerichtlichen und außergerichtlichen Geschäften und Rechtshandlungen, die der Betrieb eines Handelsgewerbes mit sich bringt“. Die Prokura geht damit über die Handlungsvollmacht hinaus.

Prolongation
Unter Prolongation versteht man die Verlängerung eines Darlehens nach Ablauf der Zinsfestschreibung.

Prospekt
Der Emissionsprospekt gibt dem Anlageinteressenten ausführliche Informationen über die geplante Investition und ihre prognostizierte Rentabilität. Des Weiteren enthält er Erläuterungen zum rechtlichen und steuerlichen Konzept sowie zu den zugrunde liegenden Leistungsverträgen und Partnern.

Prospektprüfung
Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält. (gem. IDWS4)

Prospektprüfungsbericht
Bestätigung eines unabhängigen Prüfers über die Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben hinsichtlich beteiligter Personen, Verträge etc. korrekt sind.

Publikumsfonds
Fonds mit vergleichsweise niedriger Mindestbeteiligung, die vergleichsweise vielen Anlegern eine Beteiligung ermöglichen.

Heidelberg
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