S
Scalping
Erwerb von Insiderpapieren in der Absicht, diese Papiere anschließend zum Kauf zu empfehlen, um dann nach steigendem Kurs mit Gewinn verkaufen zu können. Nach BGH in der Regel kein Insiderhandel, da ein Drittbezug der Information fehlt.
Schadensminderung
Maßnahmen des Geschädigten, um nach Eintritt eines Schadens das Ausmaß des Schadens gering zu halten. Zu einer zumutbaren Schadenminderung ist u.a. ein Versicherungsnehmer verpflichtet.
Schenkungsteuerlicher Wert
Grundlage des schenkungsteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströme und steuerlichen Ergebnisse abgebildet sind. Dabei werden Ausschüttungen wie Entnahmen behandelt.
Schiffsbetriebskosten
Um das Schiff 365 Tage im Jahr in Fahrt zu halten, fallen neben Ausgaben für die Besatzung auch Kosten für die Ausrüstung, Schmieröl, mögliche Reparaturen und Versicherungen an.
Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.
Schätzgebühren
Das Kreditinstitut muss den Wert einer Immobilie feststellen, um den Beleihungswert zu ermitteln. Für diese Bewertung wird eine Gebühr erhoben, die von der Auszahlungssumme des Darlehens abgezogen wird.
Scouts
Personen, die aussichtsreiche Portfoliobeteiligungen sichten.
S-DAX
Aktienindex der 50 „kleineren“ Unternehmen, die nach Orderbuchumsatz und Marktkapitalisierung auf die 30 im M-DAX rangmäßig folgen.
Second Round Financing
Zweite Finanzierungsrunde für ein Unternehmen, das bereits in einer ersten Runde Venture Capital bekommen hat.
Secondary Ports
Deutsch: Zweitrangige Häfen. Außerhalb der Hauptrouten liegende Nebenhäfen, die oft einen geringeren Tiefgang haben.
Secondary Purchase
Einer der vier Wege, aus einem Investment auszusteigen (Exit): Die Anteile werden an einen anderen Finanzinvestor - z.B. eine andere VC-Gesellschaft - verkauft.
Securities
Wertpapiere.
Sekundärmarkt
Am Sekundärmarkt findet der Handel mit Kapitalmarkttiteln nach Platzierung bei den Ersterwerbern statt. Der wichtigste Sekundärmarkt ist die Börse. Im Gegensatz dazu bezeichnet der Primärmarkt den Markt, an dem Wertpapiere (z.B. Aktien) zum ersten Mal durch Emission (ohne Handel der Börse) platziert werden.
Seed Investment/Seed Capital
Finanzierung der Konkretisierung und Umsetzung einer Idee in verwertbare Resultate bis hin zum Prototyp, auf deren Basis ein Geschäftskonzept für ein zu gründendes Unternehmen erstellt wird.
Seeschiffsregister
Öffentliches, bei den Amtsgerichten geführtes Register, das über Rechtsverhältnisse an Schiffen Auskunft gibt.
Self Geared / Self Sustained
Deutsch: eigenes Ladegeschirr an Bord vorhanden. Self geared Schiffe sind unabhängig von landseitigem Ladegeschirr.
Sensitivitätsanalyse
Darstellung der Auswirkung von etwaigen, nicht planbaren oder beeinflussbaren zukünftigen Veränderungen wesentlicher Einflussfaktoren auf künftige Entwicklungen der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage (unterschiedliche Szenarien).
Servitut
Grunddienstbarkeit, d.h., ein Dritter hat ein Recht z.B. Wegerecht oder Nutzungsrecht an einem ihm nicht gehörenden Grundstück.
Share Deal
Form des Unternehmenskaufs; Kauf von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft (Rechtskauf gemäß § 453 Abs. 1 BGB), wobei Aktien, GmbH-Anteile, sowie Geschäftsanteile an einer Personengesellschaft den Kaufgegenstand bilden. Der Erwerber wird Anteilseigner und erhält die mit der Beteiligung verbundenen Rechte und Pflichten.
Shortseller (auch: Leerverkäufe)
Bei Shortsellern / Leerverkäufen wetten Anleger auf sinkende Kurse eines Unternehmens, um von fallenden Börsenkursen zu profitieren. Vereinfacht heißt dies: ein Investor verkauft Aktien, die er sich geliehen hat. Fällt die Aktie wie erwartet, kann er sie später zu einem günstigeren Kurs einkaufen und zurückgeben. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis ist sein Gewinn.
Sicherheiten
Im Rahmen einer langfristigen Immobilienfinanzierung sind vom Darlehensnehmer Sicherheiten zu stellen. Diese sind vor allem Grundpfandrechte (Grundschuld), im Einzelfall auch eine Bürgschaft oder sonstige Zusatzsicherheiten.
Sichteinlagen
Jederzeit verfügbare Kundenguthaben auf Giro- oder Tagesgeldkonten bei Banken.
SIV (Special Investment Vehicle)
Sonderform eines SPV (siehe unten), welches versucht, die marktüblichen Zinsunterschiede zwischen langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten gewinnbringend zu nutzen. Hierzu begibt das SIV zunächst CP, welche typischerweise einen LIBOR/EURIBOR nahen Zinssatz aufweisen. Die mittels der emittierten Wertpapiere vereinnahmten Mittel investiert das SIV anschließend in zumeist längerfristige Anleihen, welche einen Zinssatz deutlich über LIBOR/EUROBOR bieten. Der Zinsunterschied zwischen den langfristigen Anleihen (vom SIV erworbene Wertpapiere) und den kurzfristigen CP (vom SIV emittierte Wertpapiere) stellt den Profit des SIV dar. Probleme können sich bei dieser Struktur ergeben, wenn es dem SIV bei Fälligkeit der kurzfristigen CP nicht gelingt, sich am Markt über eine erneute Emission von kurzfristigen ABCP zu refinanzieren.
Slot
Containerstellplatz auf einem Schiff
Soft Money
Kapital ohne Renditezwang (von öffentlichen Stellen, Stiftungen etc.)
Solas-Abkommen
Safety of Live at Sea-Convention. Internationale technische Vorschrift, die sicherheitsfördernde bauliche Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und allgemeinen Verbesserung der Schiffssicherheit vorschreibt.
Soll-Miete
Vertraglich vereinbarter Mietzins
Sondereigentum
Zum Sondereigentum gehört sowohl das Alleineigentum, als auch das Teileigentum. Zum Sondereigentum gehören auch Bestandteile des Gebäudes, die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass dadurch gemeinschaftliches Eigentum beeinträchtigt wird.
Sondernutzungsrecht
Durch ein Sondernutzungsrecht bekommen Sondereigentümer das alleinige Nutzungsrecht für Teile des Gemeinschaftseigentums eingeräumt. Dies betrifft z.B. die Nutzung der PKW-Stellplätze, des Gartens, der Hausfassade als Werbefläche etc.
Sondertilgungen
Sondertilgungen sind Tilgungen, die außerhalb der vereinbarten regelmäßigen Tilgungen stattfinden. Die mögliche Höhe und die Bedingungen für Sondertilgungen werden im Darlehensvertrag festgelegt.
Sonderumlage
Die Sonderumlage ist eine außergewöhnliche Zahlung in besonderen Fällen (z.B. notwendige Reparatur).
Sonderwerbungskosten
Werbungskosten, die nicht im Rahmen der Fondsgesellschaft, sondern beim einzelnen Gesellschafter anfallen.
Spekulationsfrist
Frist von 10 Jahren, in der Immobilien bzw. Beteiligungen nicht steuerfrei veräußert werden können.
Spekulationsgewinn
Spekulationsgewinn kann aus Spekulationsgeschäften resultieren. Der Gewinn oder Verlust eines solchen Geschäftes wird aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, Veräußerungspreis und Werbungskosten ermittelt. Er kann erhöht werden, wenn es Abschreibungen innerhalb der Spekulationsfrist gibt.
Spin-off
Ausgliederung und Verselbständigung einer Unternehmensabteilung aus einem Großunternehmen.
Spin-out
Gründung eines Unternehmens aus einer Hochschule oder Forschungseinrichtung heraus.
Spread
Marge, Spanne, z.B. Gewinnspanne. Differenz zwischen zwei einheitsgleichen zu vergleichenden Größen.
SPV (Special Purpose Vehicle)
Insolvenzferne Einzweckgesellschaft in einer Verbriefung, die Forderungen und Sicherheiten erwirbt. Der alleinige Geschäftszweck besteht in der Regel im Ankauf der Forderungen bzw. in der Übernahme des Risikos.
Gewöhnlich trifft ein SPV keine eigenen (Ermessens-) Entscheidungen („brain dead“) und greift nur in den von den Transaktionsdokumenten antizipierten Fällen in den Transaktionsverlauf ein („Autopilot“).
Squeeze-out-Verfahren
Ausschluss von Minderheitsaktionären (engl. Hinausdrücken). Mit Zwang verbundener Ausschluss von Minderheitsaktionären durch einen 95%-Aktionär aus einer (nicht notwendigerweise börsennotierten) AG. Im WpÜG geregelt und mit der Eigentumsgarantie des Art.14 GG vereinbar.
Stammaktie
Aktie, die dem Inhaber die für den Normalfall vorgesehenen Rechte gewährt. Die häufigsten Vorzugsaktien, die Dividendenvorzugsaktien, haben im Gegensatz zu den Stammaktien kein Stimmrecht.
Standard-Container
Standard-Container sind an allen Seiten geschlossen. Die verschiedenen Standard-Containertypen unterscheiden sich in ihren Abmessungen, Gewichten und der Anordnung der Türen, woraus eine Vielzahl verschiedener Standard-Container resultiert. Standard-Container werden hauptsächlich als 20'- und 40'-Container eingesetzt.
Start-up (-Unternehmen)
Unternehmen, das sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder seit kurzem im Geschäft befindet und seine Produkte noch nicht oder nicht in größerem Umfang vermarktet hat.
Steuerbord
Rechte Seite eines Schiffes in Fahrtrichtung, grüne Kennung (Gegensatz: Backbord).
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht.
Stille Beteiligung
Ein Investor investiert Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne selbst direkter Gesellschafter zu werden. Die Beteiligung kann anonym bleiben und wird nicht ins Handelsregister eingetragen (still).
Stiller Gesellschafter
Beteiligt sich an einem Unternehmen mit einer Einlage, die in das Vermögen der Gesellschaft übergeht. In den meisten Fällen wir die Einlage mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst und der Stille Gesellschafter nimmt nicht am Ergebnis der Gesellschaft teil.
Stornierung, Storno
Das Storno bezeichnet zum einen (1) die vorzeitige, anormale, d. h. nicht der vorgesehenen Laufzeit entsprechenden Aufhebung oder Kündigung eines Vertrages, zum anderen (2) die Rückbuchung von Prämienbelastungen.
Strukturierte Produkte
Strukturierte Produkte sind Schuldverschreibungen und Fonds, deren Rückzahlung von der Wertentwicklung verschiedener Referenzwerte abhängt, die zum Teil aus Aktien, zum Teil aus verzinslichen Wertpapieren und ähnlichen Wertpapieren bestehen. Dabei handelt es sich um „defensiv ausgerichtete Strukturierte Produkte“, wenn der Anteil der Aktien an den Referenzwerten unter 50 % liegt; um „offensiv ausgerichtete Strukturierte Produkte“, wenn der Aktienanteil über 50 % liegt.
Stückgut
Weitestgehend unverpackte Trockenladung, die weder in sehr großen Mengen noch containerisiert befördert wird, wie z.B. Fahrzeuge aller Art, Maschinenteile etc.
Suezmax
Größenbezeichnung für Schiffe, die eine Tragfähigkeit von max. 150.000 tdw haben und daher durch den Suezkanal fahren dürfen.
Sub prime-Kredite
Kredite an Kreditnehmer, die nicht über erste Bonität verfügen.
Swaps
( engl. = Austausch). Vertragliche Vereinbarung, unterschiedliche Zahlungsströme (Cash-Flows, z.B. Zinsen) miteinander zu tauschen, z.B. um sich gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern (Zins-Swap).
Syndizierungen (auch Co-Investments)
Gemeinsames Investment mehrerer Venture-Capital-Gesellschaften, um das Risiko zu streuen.
Szenarien
Planungstechnik, um Chancen und Risiken einer strategischen Entscheidung besser abschätzen zu können. Es werden üblicherweise drei Modelle dargestellt, darunter die beiden Extreme "Best Case" (siehe Best Case) und "Worst Case" (siehe Worst Case) und ein "Real Case" Modell, mit dessen Eintritt man am meisten rechnet.
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