Schlatter
Bankrecht und Kapitalmarktrecht

T

 

Tafelgeschäft
Umgangssprachliche Bezeichnung für den Ankauf von Wertpapieren durch Barzahlung zur Wahrung der Anonymität.

Tackle-to-Tackle-Zeitraum
Spezieller Haftungszeitraum des Seefrachtführers. Beginnt bei Überschreiten der Reeling bei der Anlieferung im Abgangshafen und endet bei Überschreiten der Reeling bei Ablieferung im Bestimmungshafen.

Tankdecke
Schiffsboden, unter dem sich die Ballasttanks und teilweise auch die Treibstofftanks befinden.

Tanker
Seeschiff zum Transport von flüssiger und gasförmiger Ladung.

TBG (Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft)
Tochter der Deutschen Ausgleichsbank, welche die Finanzierung von technologie-orientierten Wachstumsunternehmen unterstützt.

TDW (Tons deadweight)
Tragfähigkeit des Schiffes in Tonnen.

tdwcc
Englisch: Tons Deadweight Cargo Carrying Capacity (siehe Ladefähigkeit)

Tec-DAX
Index der 30 größten Technologieunternehmen des Prime Standard, die auf die 30 im DAX enthaltenen Unternehmen rangmäßig folgen.

Teilungserklärung
Die Teilungserklärung regelt – basierend auf dem Wohnungseigentumsgesetz – das Verhältnis einzelner Wohnungseigentümer in einem Haus untereinander. Sie muss stets notariell beurkundet sein. Die TE wird vom Besitzer eines Mehrfamilienhauses bzw. vom Bauträger abgegeben.

Teilvalutierungszuschlag
Ausgleich für den zusätzlichen Aufwand, wenn das Darlehen auf Wunsch des Kunden in mehreren Teilen - nach Baufortschritt - ausgezahlt wird.

Teilwert
Begriff aus dem Steuerrecht, entspricht dem Betrag, den ein Käufer des gesamten Unternehmens im Rahmen des Kaufpreises für ein einzelnes Wirtschaftsgut zahlen würde.

Term Transaktionen
Fristenkongruente Finanzierungen eines in der Regel bei Abschluss festgelegten Pools von mittel- und langfristigen Ratenforderungen aus Krediten oder Leasingfinanzierungen.

Terminal
Abfertigungsplatz und Hafenumschlagsbetrieb für Schiffe.

Termingeschäfte
lat: derivare = ableiten. Auch Derivate genannt. Vertrag über Lieferung und Abnahme zu einem fest vereinbarten Preis, der erst eine gewisse Zeit nach dem Abschluss (in der Regel mehr als 2 Tage danach) erfüllt wird. Preis (Kurs) dieser Instrumente ist grundsätzlich abhängig von einem ihnen zugrunde liegenden Marktgegenstand (Basiswert; underlying). Es gibt Futures und Optionen. Mögliches Basiswerte sind etwa: andere Wertpapiere (z.B. Aktien, Anleihen), marktbezogene Referenzgrößen (Zinssätze, Indices, Wechselkursrisiken), andere Handelsgegenstände (Rohstoffe, Devisen) oder das Wetter.

Termsheet
Auch Vorvertrag genannt. Beteiligungsangebot einer Venture-Capital-Gesellschaft. Verbindlich, wenn die bisher geprüften Ergebnisse der genaueren Untersuchung standhalten und sich keine wesentlichen anderen Faktoren ergeben.

Testat
Erklärung eines unabhängigen Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers, die bestätigt, dass die Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einer Gesellschaft den handels- und steuerrechtlichen Vorschriften entspricht.

TEU (Twenty-foot Equivalent Unit)
Standardcontainer mit einer Länge von 20 Fuß (rd. sechs Meter).

Thesaurierung
Gewinne werden nicht ausgeschüttet, sondern für andere Zwecke als Rücklage in der Bilanz der Gesellschaft angesammelt.

Tiefgang
Abstand zwischen dem absolut tiefsten Punkt des Schiffes (Unterkante Kiel) und der tatsächlichen Wasserlinie

Tilgung
Regelmäßige Leistungen des Darlehensnehmers zur Rückzahlung des Darlehens (Amortisation, Jahresleistung).

Tilgungsaussetzung
Zeitraum, in dem keine Darlehenstilgung erfolgt.

Timecharter
Zeitcharter. Entgeltliche Überlassung eines voll ausgerüsteten Schiffes inklusive Besatzung für einen bestimmten Zeitraum.

Tonnage
Begriff aus der behördlichen Schiffsvermessung zum Zwecke der Gebührenerhebung oder als Maß für die Ermittlung des nutzbringenden Raumes in Bezug auf seine Aufnahmefähigkeit an Gewicht und Volumen der zu transportierenden Ladung. Seit 1999 ist dies auch als Basis für die pauschalierte Gewinnermittlung relevant (siehe Tonnagesteuer).

Tonnagesteuer
Möglichkeit, eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesellschaft dann für zehn Jahre gebunden.

Top-down-Ansatz
Analysemethode, bei der aufgrund der Entwicklung einer Volkswirtschaft oder einer Branche auf die Entwicklung eines Unternehmens geschlossen wird.

Track Record
Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, einer Beteiligungsgesellschaft oder einer Einzelperson

Transferrisiko
Besteht aufgrund devisenrechtlicher Maßnahmen ausländischer Regierungen, die dem Schuldner die Zuteilung und Überweisung von Devisen ins Ausland unmöglich machen. Transferrisiken können durch Bankgarantien, bestätigte Akkreditive u. ä. abgesichert werden.

Transshipment
Indirekter Transport mit Umladung in einem dritten Hafen.

Treuhandgebühr
Auch: Verwaltungsgebühr. Jährliche Gebühr, die direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft deckt.

Treuhandgesellschaft
Unternehmen, welches Rechte oder Sachen als Eigenrechte empfängt, mit der Bestimmung, sie nur im Interesse des Treugebers gebrauchen. Geldmittel die verwaltet werden, werden auf ein Treuhandkonto (Anderkonto) eingezahlt.

Treuhandvertrag
Regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber

Trigger Events
Vertraglich zwischen den Parteien vereinbarte Ereignisse oder Schwellenwerte, welche bei Eintritt automatisch vorab bestimmte Rechtsfolgen nach sich ziehen.

True Sale at Law
Gestaltung, die Investoren den jederzeitigen Zugriff auf das finanzierte Vermögen ermöglicht, auch in der Insolvenz des Originators.
Der True Sale at Law ist vom bilanziellen True Sale abzugrenzen, der üblicherweise (alternativ oder kumulativ) voraussetzt, dass der Originator nicht „zu viel“ Risiko des finanzierten Vermögensgegenstands zurückbehält.

TTC (Time to Close)
Zeitpunkt, zu dem die Finanzierung stehen muss, da das Unternehmen sonst ein Liquiditätsproblem bekommt.

Turn-around Financing
Sanierung/Finanzierung von Unternehmen nach der Überwindung vorher bestehender Probleme.

Tweendeck
Zwischendeck. Unter dem Hauptdeck liegende Decks im Schiff mit Höhen von zwei bis vier Metern, die einen Laderaum horizontal teilen.

Heidelberg
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