W
Wandelanleihe / Wandelschuldverschreibung
engl. convertible bond. Von Anteilsgesellschaft ausgegebenes, in der Regel mit Nominalzins ausgestattetes verzinsliches Wertpapier, das Inhabern das Recht einräumt, es während einer Wandlungsfrist zu vorher festgelegten Verhältnis in Aktien einzutauschen. Teilweise trennt sich ein Großaktionär (wie z.B. der Staat) auf diese Weise von Anteilen an einem Unternehmen als Alternative zu Direktplatzierung an einer Börse.
Wasserfall
Zahlungsreihenfolge, mit der das SPV Zahlungseingänge an Investoren und sonstige Anspruchsberechtigte auskehrt. Der ursprünglich umgangssprachliche Begriff wird in § 226 I Nr. 3 der deutschen SolvabilitätsVO in die deutsche Rechtssprache eingeführt.
Wechselkursrisiko
Risiko, der Veränderung des Kurses einer Währung gegenüber einer anderen Währung.
Wertermittlung
Durch das Verfahren der Wertermittlung wird der Verkehrswert einer Immobilie ermittelt.
Wertgutachten
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften benötigt die finanzierende Bank in der Regel zur Ermittlung des Beleihungswerts eines Objekts die Schätzung eines Sachverständigen. Dabei werden z.B. die Lage des Grundstücks, der Zustand des darauf errichteten Gebäudes und der erzielte oder erzielbare Mietertrag sowie die örtlichen Marktverhältnisse berücksichtigt.
Wertsicherungsklausel
Regelt die Anpassung der Miete an die Entwicklung eines entsprechenden Preisindexes.
Wertzuwachs
Positive Wertentwicklung eines Fondsanteils inklusive Körperschaftssteuerguthaben und Wiederanlage der Ausschüttung.
Window on Technology
Interesse des "Corporate Venture Funds" eines Industriekonzerns, der sich über Venture-Capital-Beteiligungen Zugang zu neuen Technologien verschaffen will.
Worst Case
Im "Worst Case"-Szenarium werden im Gegensatz zum "Best Case" die denkbar ungünstigsten Entwicklungsmöglichkeiten nach einer strategischen Entscheidung abgedeckt.
Währungschance
Chance, durch vorteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Gewinn zu erzielen. Der Währungschance steht in gleichem Ausmaß das Währungsrisiko gegenüber.
Währungsrisiko
Risiko, durch nachteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Geld zu verlieren. Dem Währungsrisiko steht in gleichem Ausmaß die Währungschance gegenüber.
WpHG
Wertpapierhandelsgesetz. Das Wertpapierhandelsgesetz reguliert in Deutschland den Wertpapierhandel und dient insbesondere der Kontrolle von Dienstleistungsunternehmen, die Wertpapiere handeln, sowie Finanztermingeschäften, aber auch dem Schutz des Kunden. Es ist unterteilt in die drei Bereiche amtlicher Markt, geregelter Markt und Freiverkehr (Open Market).
WpPG
Wertpapierprospektgesetz
WpÜG
Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz. Enthält Regelungen zu den Pflichten eines Erwerbers von Anteilen an Gesellschaften, wenn dieser die Kontrolle über die Gesellschaft ausübt oder erlangen will und der Handel der von der Gesellschaft ausgegebenen Wertpapiere an einem organisierten Markt im Inland oder - unter bestimmten Voraussetzungen - in anderen Ländern der Europäischen Union zugelassen ist. Von besonderer Bedeutung ist das Gesetz und die dazu erlassene Durchführungsverordnung (Kurzname: WpÜG-Angebotsverordnung) für börsennotierte Aktiengesellschaften. Das Gesetz nimmt dadurch eine Zwitterstellung zwischen Kapitalmarkrecht und (Börsen-) Gesellschaftsrecht ein.
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